„Madames Tochter kam mit dem ersten Gang und erklärte, wegen der Hitze gebe es an diesem Tag nur ein leichtes Essen. Sie setzte eine ovale Schüssel ab, die mit Scheiben von saucisson und Schinken und Gürkchen, einigen schwarzen Oliven und geriebenen Karotten in scharfer Marinade überladen waren. Dazu ein dickes Stück Butter für die Wurst. Und mehr Brot.

… Der vom Dressing saftige Salat wurde auf Glastellern gebracht, zusammen mit einer weiteren ovalen Schüssel: Nudeln in Tomatensauce und Scheiben von Schweinsbraten in einer dunklen Zwiebelsauce. Wir versuchten uns vorzustellen, was Madame wohl im Winter servieren würde, wenn sie sich nicht mit solch leichter Kost abgab. …

Ich mußte nach dem Käse Schluß machen. Meine Frau, die sich bisher noch nie von einem Menü geschlagen gab, aß noch eine tarte au citron.“

Peter Mayle, Mein Jahr in der Provence, Droemer Knaur 1994

Das erinnert stark an die kulinarischen Erlebnisse von Kurt Tucholsky bei seiner Pyrenäenreise :
15/38 Kurt Tucholsky: ächzende Schlaraffen

Peter Mayle: „leichtes“ Essen

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